Nele – Textschnipsel und Leserunde

Nele Pferde Mobbing christlich Beten

Neues Baby, neues Glück 🙂 In meinem Fall ist das Baby natürlich wieder ein Buch, und zwar ein Pferdebuch für 10-12jährige Kinder. Ich habe es immer geahnt, dass ich eines Tages ein Pferdebuch schreiben würde und nun ist es geschehen!

Nele Pferde Mobbing christlich Beten

Worum geht es?

Seit ihre beste Freundin weggezogen ist, wird Nele von der Klassenzicke terrorisiert. Was soll man tun, wenn in der Schule plötzlich alle gegen einen sind? Nele weiß sich keinen Rat. Ob Beten hilft? Als sie ganz in der Nähe einen Reiterhof entdeckt, lernt sie Corinna kennen, die dort Reitunterricht gibt. Hier fühlt Nele sich endlich wohl! Da taucht plötzlich die Klassenzicke höchstpersönlich auf dem Reiterhof auf …

Textschnipsel

SCM ist so freundlich, gleich 3 Kapitel als Leseprobe zur Verfügung zu stellen. Yay!

1. Endlich Frühling

Missmutig starrte Nele aus dem Fenster. Draußen lockte das
schönste Frühlingswetter. Nele nahm ihr Buch wieder zur
Hand, aber die Buchstaben wollten sich einfach nicht zu vernünftigen
Wörtern formen. Nicht einmal das Buch gehorchte ihr,
was für ein Armutszeugnis.
Mit einem tiefen Aufseufzen klappte sie es zu. Ihr Blick fiel auf
den Wecker neben dem Bett. In einer knappen halben Stunde
würde ihre Mutter von der Arbeit kommen und wieder auf sie
einreden: „Schneckchen, du musst rausgehen, Sonne tanken!
Triff dich mit deinen Freundinnen. Tu irgendwas!“
Wie Nele das hasste. Es war so öde, alleine draußen herumzuhängen.
Die anderen Mädels hatten sich heute zu einer Shopping-Tour
verabredet, um ihre Outfits den neuesten Trends anzupassen.
Vor einem halben Jahr wäre Nele sicherlich auch dabei
gewesen. Als es Josie noch nicht in ihrer Klasse gab.
Nele warf einen scheelen Blick in ihren Kleiderschrank. Nicht,
dass sie kein Interesse an schicken Klamotten hatte, aber die Besessenheit,
mit der ihre Klassenkameradinnen den angesagtesten
Models nacheiferten, war ihr doch suspekt.
Schnell zog sie ihr Lieblingstop an und warf die blonden Haare
mit einem Ruck zurück. Mit der Jeansjacke würde es warm genug
sein.
„Ich bin draußen“, kritzelte sie auf einen Zettel und legte ihn
ihrer Mutter auf den Küchentisch. Ein rascher Blick auf die Uhr:
Höchste Zeit, dass sie verschwand.
Die Schuppentür quietschte und das Fahrrad sah ein wenig
wintermüde aus, als Nele es aus dem dunklen Gebäude befreite.
Die Sonne offenbarte die Staubschicht, die sich in den letzten
Monaten darauf angesammelt hatte.
Das kommt davon, wenn man lieber Bus fährt, dachte Nele. Sie
kramte einen Lappen aus dem picobello aufgeräumten Regal
im Schuppen. Oberflächlich wischte sie das Fahrrad sauber
und prüfte den Luftdruck. Natürlich, die Reifen waren genauso
schlapp, wie sie selbst sich fühlte. Aber mit einer Luftpumpe war
das Rad schnell startklar.
Von der Arbeit war Nele warm geworden und jetzt freute
sie sich doch, mit dem Drahtesel in die Freiheit aufbrechen zu
können. Der Wind wehte ihr um die Nase und kleine Steinchen
spritzten unter den rollenden Reifen weg. So schnell wie möglich
fuhr sie aus dem Ort heraus. „Panzerstraße“ nannten ihre Eltern
diesen Weg.
Nele radelte an einem kleinen Bach und einer langen Reihe
von Weiden entlang. Hier hatten sie früher Weidenruten geholt,
um Neles Versteck im Garten zu bauen. Papa hatte die Ruten mit
dem dicken Ende in die Erde gesteckt, immer im Kreis. Die dünnen
Spitzen hatte er oben zusammengebunden, sodass eine Art
Tipi entstanden war. Bereits kurze Zeit später hatten die Ruten
angefangen, Wurzeln zu schlagen und Blätter auszutreiben. In
ihrer Fantasie hatte Nele dort immer ein Pony gehalten, das nur
ihr allein gehörte.
Sie lächelte bei der Erinnerung daran. In der Realität war sie
davon so weit entfernt wie von einem Olympiasieg als Dressurreiterin.
Obwohl sie mehr Lust auf Reiten als auf Shoppen hatte,
wollte sie eben keine Dressur oder Turniere reiten. Deswegen
war sie nach einer Weile auch nicht mehr in den Reitverein im
Nachbarort gegangen.
Mann, war ihre Mutter sauer gewesen! Die hatte sie wohl
schon mit Schleifen und Pokalen nach Hause kommen sehen.
Aber daraus wurde nichts.
Schnell schüttelte Nele die unangenehmen Gedanken ab.
Lieber freute sie sich, dass die Weiden voller hellgrüner Blätter
waren. Ein paar Minuten später sah sie in der Entfernung einige
Häuser auftauchen.
Sie runzelte die Stirn. Bisher war sie immer spätestens bei den
Weiden wieder umgekehrt. Wer wohnte denn so weit draußen?
Und ich dachte, der Preis für den größten Einsiedler geht an mich,
dachte sie und musste grinsen.
Die Sonne schien und der Frühlingswind fuhr ihr fröhlich
durch die Haare. Also trat Nele einfach weiter in die Pedale.
Kurz darauf näherte sie sich einem Grundstück, auf dem sich
mehrere Gebäude befanden. Bei einigen hatte der Putz große
Löcher – offenbar hatte sich schon lange niemand mehr richtig
darum gekümmert.
Nele kniff die Augen zusammen. Vor ihr stand ein kleineres,
altes Backsteingebäude – Fachwerk oder so. Links dahinter
leuchtete es gelb. Das Haus dort war offenbar besser in Schuss.
Ob da jemand wohnte? Es gab auch zwei längliche Schuppen,
deren Holz schon ganz grau war.
Nele blinzelte. Die Augen tränten vom angestrengten Starren.
Als sie den Blick weiter nach rechts wandern ließ, entdeckte sie
eine Art Koppel, auf der ein paar Vierbeiner standen.
Vorsichtig radelte sie näher heran. Nicht, dass sie noch mit einem
der Bewohner dieses heruntergekommenen Hofes zusammenstieß!

Keiner zu sehen, stellte sie nach einem sorgfältigen Rundum-
blick fest. Gleich am ersten Haus stieg sie vom Rad. Ein bisschen
Putz bröckelte traurig herab, als sie den Lenker an die Wand
lehnte.
Nele schlich um die Hauswand, bereit, jederzeit zu ihrem Rad
zurückzuspurten.
Aber alles war ruhig, nur aus einem kaputten Auto, das im Innenhof
abgestellt war, sah eine kleine Katze heraus.
„Verrat mich nicht, hörst du?“, flüsterte Nele der kleinen getigerten
zu.
Dann schlich sie weiter in Richtung der umzäunten Wiese.
Jetzt konnte sie die Tiere dort schon besser erkennen: Es handelte
sich um mehrere Ponys und ein graues Tier, das ein Esel oder
auch ein Maulesel sein konnte.
Ein helles Pony hob neugierig den Kopf und schlenderte wie
zufällig in Neles Richtung. Dabei senkte es mehrmals den Kopf
und nahm hie und da ein paar Grashalme mit.
Nele stand ganz still und wartete einfach ab.
Als das Pony ziemlich dicht an sie herangekommen war,
streckte sie vorsichtig die Hand aus.
Schnobernd näherte sich die Ponynase und blies warmen
Atem auf ihre Handfläche.
Nele lächelte. Es war schon eine Weile her, dass sie einem
Pferd so nah gewesen war.
„Na, du Süßer!“, gurrte sie und blies dem Pony sachte auf die
Nüstern. Sie hatte einmal gelesen, dass die Tiere sich so begrü-
ßen und Informationen übereinander austauschen.
Was das Pony wohl aus ihrem Atem herausriechen würde?
Vielleicht merkte es, dass sie Spaghetti-Bolognese zu Mittag gegessen
hatte und danach einen Pfefferminzbonbon. Vielleicht
konnte es auch riechen, dass sie ein Mädchen war, das Pferde
liebte.
Lächelnd streichelte Nele den Kopf des Ponys.
Mit seinen weichen Nüstern fuhr es über ihr Gesicht und
durch ihre Haare. Dann rieb es zärtlich den Kopf an ihrer Schulter,
sodass sie fast nach hinten umfiel.
„Hey, lass das!“, lachte sie und schob die Ponynase zur Seite.
Prustend schüttelte es den Kopf und wieherte laut.
„Psst!“ Erschrocken sah Nele sich um.
Da hörte sie auch schon, wie drüben irgendwo eine Tür knallte.
Jetzt aber nichts wie weg!
Sie machte, dass sie wieder zu ihrem Fahrrad kam. Blitzschnell
schwang sie sich in den Sattel und radelte den Weg zurück, auf
dem sie gekommen war. Das schrille Wiehern des Ponys folgte
ihr.

2. In Sicherheit

Nachdem Nele etwa den halben Weg in vollem Tempo entlanggerast
war, sah sie sich endlich um. Niemand war ihr
gefolgt. Sie zwang sich dazu, ruhig und gleichmäßig zu atmen.
Eine Biene umschwirrte sie, wahrscheinlich auf der Suche
nach leckeren Weidenkätzchen.
Reflexartig wollte Nele sie verscheuchen. Dabei bemerkte sie
erst, dass ihre Hände den Lenker so fest umklammerten, als die
Knöchel schneeweiß hervortraten. Es tat richtig weh, als sie die
Finger mit einiger Willensanstrengung löste.
Sie schüttelte die Hände aus, um die Verkrampfung zu lösen,
und ließ die Schultern kreisen. „Autsch!“ Die rechte Schulter war
total verspannt von dieser anstrengenden Flucht.
Nele warf einen Blick auf die Uhr ihres Handys. Na immerhin,
jetzt war ihre Mutter schon wieder zu Hause und sie konnte gefahrlos
heimkommen.
„Mama, ich bin wieder da!“, rief Nele ein paar Minuten später.
„Hallo, Schneckemaus“, hörte sie Mamas fröhliche Stimme
aus der Küche. „Ich mach uns etwas Nettes zum Abendbrot. Papa
hat versprochen, rechtzeitig da zu sein. Hattest du einen schönen
Nachmittag mit deinen Freundinnen?“
Nele murmelte etwas, was eine Zustimmung sein konnte.
„Ich hab dir deine Wäsche ins Zimmer gelegt, räum die bitte
eben noch weg, ja?“
Nele seufzte leise und verdrehte die Augen. „Klar, Mama!“, rief
sie und sah zu, dass sie in ihr Zimmer kam.
Nicht, dass ihre Mutter sie in die Küche beorderte und mit Fragen
bombardierte. Sie glaubte nämlich immer noch, dass Nele
Freundinnen hatte, und Nele hatte nicht vor, sie eines Besseren
zu belehren. Mütterliche Einmischung in Sachen Freundschaft –
das fehlte ihr gerade noch.
Einmal Josie auf den Mond schießen und Leni dafür wieder herbeamen,
das wär’s, dachte Nele und seufzte leise.
Die Klamotten flogen achtlos in den Schrank. Mama würde
bestimmt wieder meckern, aber das war Nele jetzt egal.
Mit ihrem Buch in der Hand schmiss sie sich auf das zerknautschte
Bett. Ob sie bis zum Abendessen noch den Krimi zu
Ende lesen konnte? Anders als im realen Leben liebte Nele in
ihrer Bücherwelt nämlich nichts mehr, als gefährliche Fälle aufzuklären.
Sie würde bestimmt einmal eine tolle Detektivin abgeben.

Dieser Fall zum Beispiel erwies sich als besonders schwierig
und verwirrend. Nele war sich noch nicht ganz sicher, wer nun
eigentlich die giftgrüne Handtasche mit den kleinen Silbermünzen
gefüllt hatte, die aus dem Museum entwendet worden waren.
Auf keinen Fall konnte es die Hauptverdächtige, eine Museumsmitarbeiterin
aus der Nachtschicht, gewesen sein. Schon deswegen
nicht, weil sich in solchen Büchern die Hauptverdächtigen
am Ende niemals als die wahren Täter entpuppten.
Mit einem genüsslichen Aufseufzen vertiefte sich Nele in ihre
Lektüre, die nach dem Ausflug an die frische Luft leicht und flüssig
zu lesen war.

3. Zickenalarm!

Am nächsten Morgen erschien Josie in einem superengen
Glitzerfummel, den sie gestern erstanden hatte. Ihre blonde
Mähne war aufwendig gestylt – sie musste eine halbe Dose
Haarspray dafür versprüht haben.
Ob die Haare abbrechen, wenn ich dagegenstoße?, überlegte Nele
und drehte sich schnell zur Seite, damit Josie ihr Grinsen nicht
sah.
Die anderen waren dem Vorbild der Oberzicke gefolgt und
prahlten lautstark damit, wie viel sie für ihre neuen Outfits ausgegeben
hatten.
Als sie an Nele vorbeistolzierten, traf sie die intensive Mischung
aus Haarspray und Parfüm wie eine Keule. Schnell steckte
sie die Nase in ihr Deutschbuch und versuchte, durch den
Mund zu atmen. Trotzdem wurde ihr übel.
Zum Glück meuterten jetzt ein paar der Jungs und rissen die
Fenster auf. Theatralisch wedelten sie mit den Händen vor ihren
Nasen herum, was ihnen vernichtende Blicke von Josie und ihrer
Gefolgschaft einbrachte.
In der Hofpause stand Nele mit ihrem Buch in der einen und
einem Brot in der anderen Hand an ihren Lieblingsbaum gelehnt.
Ein paar Schülerinnen aus den oberen Klassen gingen in der
Nähe vorbei. „Oh, hallo, Nele“, grüßte eine von ihnen.
Das Buch in Neles Hand machte vor Schreck einen Hüpfer, sie
musste noch einmal nachfassen, um es nicht auf den Boden fallen
zu lassen. Ihre Ohren brannten.
Die Mädchen waren schon weitergegangen, nur die mit den
langen braunen Haaren drehte sich noch einmal kurz zu ihr um
und lächelte.
Das war doch … Nele überlegte. Sie hatte dieses Mädchen
schon einmal gesehen, aber wo? Vergeblich zerbrach sie sich den
Kopf.
Während der letzten Unterrichtsstunde ertappte Nele sich dabei,
wie sie immer wieder in Gedanken abschweifte und aus dem
Fenster sah. Das Wetter war genauso verlockend wie gestern.
Ob sie es wagen konnte, das unbekannte Pony noch einmal zu
besuchen? Freitags kam ihre Mutter immer früher von der Arbeit
nach Hause. Immerhin könnte ich so ihren Predigten entkommen,
überlegte Nele. Und dem freitäglichen Großputz.
Vor Anspannung kaute sie so heftig auf ihrem Bleistift herum,
dass das Holz einen Riss bekam. Na toll, wieder einer mehr.
Das Pausenklingeln erlöste sie schließlich. Nele warf ihre Sachen
achtlos in den Rucksack und schob sich mit den anderen
zusammen in Richtung Tür.
Plötzlich wurde sie angerempelt. „Ey, pass doch auf, hast du
keine Augen im Kopf?“, schnauzte Josie sie an und zog den Ellenbogen
wieder ein.
Die anderen grinsten.
Nele setzte zu einer empörten Antwort an, verschluckte sie
dann aber wieder und stolperte durch die Tür des Klassenraums.
Auf eine Konfrontation im engen Schulflur wollte sie es lieber
nicht ankommen lassen, es gab hier einfach zu wenig Ausweichmöglichkeiten.
Mit gesenktem Kopf hastete sie weiter in Richtung
Ausgang.
„Ach, ist sich die feine Dame für eine Entschuldigung zu scha-
de? Das enttäuscht mich aber.“ Josies Stimme triefte vor Verachtung.

Nele bekam einen Stoß in den Rücken, worauf sie mit dem
Kopf gegen eine offen stehende Tür krachte. Sie rieb sich die
schmerzende Stelle. Jetzt bloß nicht stehen bleiben. Sie zog die
Schultern hoch und beschleunigte ihren Schritt.
Wenn sie die Gruppe Achtklässler direkt vor ihr zwischen
sich und die Zicken brachte, war sie fürs Erste gerettet. Mit einem
Blick erfasste sie die Lage im Schulflur. Noch etwas schneller,
ein leichter Linksdrall und dann nach rechts einscheren, dirigierte sie
sich selber durch die wenigen Lücken.
Geschafft. Der Pulk der Achtklässler blockierte die Girlies und
Nele kam unbehelligt aus dem Schulgebäude heraus. Nun musste
sie sich nur noch verstecken, bis Josie und ihr Gefolge außer
Sichtweite waren, damit sie an der Bushaltestelle keinen Ärger
bekam.
Nele wusste aus Erfahrung, dass selbst fünf Minuten Wartezeit
eine Ewigkeit dauern konnten, wenn die Zicken sie drangsalierten.
Blöd, dass niemand sonst genau diese Strecke fahren musste.
So war sie eine leichte Beute, bis sie im Bus saß.
Leider hatten die Damen es überhaupt nicht eilig heute. Sie
standen vor dem Ausgang des Schulgeländes, quatschten und
warfen immer mal wieder einen Blick über den Hof.
Warten die etwa auf mich? Nele versuchte, den Kloß herunterzuschlucken,
der sich in ihrem Hals gebildet hatte. Sie wischte
die Hände an ihrer Jeans trocken und schaute auf ihr Handy.
Mist, der Bus würde in zwei Minuten fahren. Wenn sie den
verpasste, musste sie eine halbe Stunde warten. Keine Chance,
dann noch ungesehen zu verschwinden. Ihre Mutter würde sie
sofort einspannen, um irgendwelche Figürchen zu polieren oder
auf den Grünpflanzen Staub zu wischen.
Vorsichtig schaute Nele sich nach einer Möglichkeit um, ungesehen
das Gelände zu verlassen. Die meisten Schüler waren
bereits gegangen, sodass der Hof ziemlich leer dalag. Sie würde
auf jeden Fall entdeckt werden.
„Mist, Mist, Mist“, murmelte sie und überlegte fieberhaft.
Da! Die Rettung nahte in Person ihres Biologielehrers.
Aufatmend kam Nele aus ihrem Versteck und überquerte in
seinem Schatten den Hof.
Die Zicken warfen sich Blicke zu und stießen sich kichernd
mit den Ellenbogen an, aber direkt vor den Augen eines Lehrers
trauten sie sich doch nicht, Nele noch einmal anzugehen.
Nele stieß die Luft aus, die sie auf dem Weg über den Schulhof
angehalten hatte. Jetzt aber schnell! Sie flitzte zur Haltestelle und
erwischte den Bus gerade noch so. Schnaufend ließ sie sich auf
einen Sitz fallen und schloss erleichtert die Augen. Weißes Pony,
ich komme!

Viel schöner gestaltet und mit Inhaltsverzeichnis findest Du die Leseprobe als pdf hier:

Leseprobe Nele

Und als Schmankerl …

… gibt es bei Lovelybooks auch noch eine Leserunde! Gewinne eines der Bücher und diskutiere mit.

Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.

Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen. 

Bewerbungsschluss ist der 31.7.!

Hier geht es zur Leserunde

Ich bin natürlich super gespannt, wie meine Nele und ihr neuer pferdiger Freund bei den Kindern ankommen. Bitte kommentiere und rezensiere doch ausführlich, Dein Feedback ist für mich enorm wichtig! Vielen ❤ -lichen Dank!

 

Deine Juliane Jacobsen

 

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Eichhörnchen-Alarm!

Meine Güte, was sind die kleinen Viecher niedlich! Ich habe die Ehre, ein neues Erstlesebuch für einen meiner Verlage schreiben zu dürfen. Leni rettet das Eichhörnchen – oder so ähnlich wird es heißen. Damit wird SCM dann zu Beginn des nächsten Jahres rauskommen. Aber jetzt schaut Euch mal die kleinen, süßen Viecher an! Ich bin total verliebt und meine Kinder hätten am liebsten auch ein kleines Eichhörnchen. Natürlich als Haustier …

08kl

Seit meinem Telefonat mit der Eichhörnchenhilfe in der Region weiß ich allerdings, dass das eine wirklich ganz schlechte Idee ist. Kleine Eichhörnchenbabys können sogar daran sterben! Sie brauchen viel Ruhe, der Stress und das Adrenalin  können sie sonst tatsächlich umbringen. Also erklärt Euren Kindern lieber, was so ein kleines Hörnchen erst einmal  vor allem braucht:

  • Wärme
  • Flüssigkeit
  • Ruhe!

Die kleinen Schnuckelchen können ihre Körperwärme noch nicht selber halten und müssen deswegen eingekuschelt werden. Ein Fleecetuch ist super, da können sich auch keine kleinen Krallen drin verfangen. Darunter eine Wärmequelle und das Eichhörnchen steckt schön warm.

Ein frisch gefundenes Hörnchen sollte erst einmal mit warmem Fencheltee versorgt werden, später benötigt es gute Katzenaufzuchtmilch, die von Royal Canin wird gut vertragen.

Tanya01kl

Leider muss davon abgeraten werden, mit seinem Findelhörnchen zum Tierarzt zu gehen. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber viel zu viele Tierärzte wissen nicht, was das kleine Eichhörnchen braucht. Lieber gleich die nächste Eichhörnchenhilfestelle kontaktieren, dort gibt es viele wertvolle Tipps und im Normalfall auch ein Plätzchen für das Baby. Denn so ein kleines Tierchen ist durchaus anspruchsvoll – am Anfang muss es rund um die Uhr alle zwei Stunden gefüttert werden, später darf man dann auch drei Stunden als Abstand wählen. Wer Kinder hat wird sich vielleicht noch daran erinnern, was es bedeutet, jede Nacht alle paar Stunden aus dem Schlaf gerissen zu werden …

Die Kleinen können auch noch nicht alleine pullern. Ähnlich wie bei Hundewelpen stimuliert die Mama den Bauch ihrer Kinder durch Lecken, so dass die Eichhörnchen ihre Blase entleeren können. Dabei ist es egal, ob das vor oder nach dem Trinken passiert, Hauptsache, es geschieht! Auch dies muss der Mensch übernehmen, am besten mit einem Tuch oder einem Stück Toilettenpapier.

Was kein Mensch übernehmen kann ist allerdings die Sozialisation. Was heißt das? Hörnchen brauchen andere Hörnchen, um sich normal entwickeln zu können und später von ihren Artgenossen verstanden zu werden und sie zu verstehen. Wächst ein Eichhörnchen isoliert auf, kommt es zu heftigen Missverständnissen und der arme Kerl findet wahrscheinlich nie einen Partner 😦

Wenn man also alles richtig machen will, gibt man sein Schnuckelchen mit 7, spätestens 8 Wochen in eine Eichhörnchengruppe, damit die Kleinen gemeinsam aufwachsen können. Frau Lenn, die Leiterin der Eichhörnchenhilfe in der Region, erzählte mir, wie unglaublich süß die Kleinen sind, wenn sie ihre neuen Kumpels willkommen heißen – sie umarmen sich und geben sich begeistert Küsschen, bis sie irgendwann zusammengekuschelt einschlafen. Kein Mensch kann ihnen das bieten.

Wie es dann mit den Hörnchen weitergeht, könnt Ihr lesen – in meinem neuen Erstlesebuch. Das dauert allerdings noch eine Weile und deswegen kann ich mich vielleicht schon zwischendurch mal nicht bremsen und verrate Euch ein paar Kleinigkeiten. Aber nur, wenn Ihr wollt 😉

Eure Juliane

Und die Gewinner sind …

Zum Welttag des Buches das Gewinnspiel

Mit dem Glückskran zur Gewinnermittlung

Zum Welttag des Buches das Gewinnspiel
Wir haben gelost!

Andere haben eine Glücksfee, mein Helferlein ließe sich mit seinen langen Haaren (sein Vorbild ist „Rapumpsel“!) zwar durchaus als Fee verkaufen, in Wirklichkeit ist er aber ein Kran. So, nun ist es raus 😀 Deswegen hatte ich das Privileg, von einem Glückskran die beiden Gewinnernamen ermitteln zu lassen. Diese Aufgabe hat er souverän erfüllt, wie das folgende Beweisvideo zeigt.

der Videobeweis – wir haben die Gewinner gezogen!

Leider kann ich das Video nicht direkt hier posten und bitte Euch deswegen, es Euch auf youtube anzusehen.

Die Gewinnerinnen werden gebeten, sich innerhalb einer Woche bei mir zu melden und mir ihre Adressen mitzuteilen!

An alle anderen: Nicht traurig sein! Es wird bestimmt weitere Verlosungen geben. Und es gibt sogar die Möglichkeit, mich gegen Geld davon zu überzeugen, Euch trotzdem ein Exemplar zu schicken. 😉

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag!

Eure Juliane

Welttag des Buches – Verlosung!

Maxi und Moritz christliche Geschichten

Moin!

Lange lange ruhte der See, aber nun starte ich wieder durch. Ihr dürft Euch also in regelmäßigen Abständen über Berichte, Arbeitsfortschritte, meine neuen Projekte und interessante Aktivitäten mit Kindern und Büchern freuen. Wer einen aufmerksamen Blick auf meine Seite wirft wird auch merken, dass eine neue Kategorie dazugekommen ist – und zwar für meine Kolleginnen und Kollegen. Autoren also 🙂 – Lesungen mit Spaß und gut bei Stimme, ohne das lästige Lampenfieber, Zittern und Hals- und Bauchdrücken.

Welttag des Buches

Alle Jahre wieder kommt er am 23. April daher – der Welttag des Buches. Kinder bekommen eine Geschichte geschenkt und Buchblogger verlosen Bücher. Nun bin ich zwar kein Buchblogger, aber als Kinderbuchautorin ist es mir naturgemäß trotzdem ein Anliegen, dass Kinder mit Lesefutter versorgt sind.

Welttag des Buches Buch Kinderbuch
mein Sohn wollte vor dem Schlafen noch fünf Minuten lesen …

Alles genetisch?

Gibt es das – ein Lesegen? Wenn ja, dann muss es in meiner Familie dominant vererbt werden. Meine Kinder jedenfalls lesen alle mit der gleichen Hingabe und Leidenschaft, wie ich es von klein an tue. Meine Mutter ist damals manchmal fast wahnsinnig geworden, wenn ich lesend durch die Wohnung lief und selbst das Bett mit einem Buch vor der Nase gemacht habe. Nun muss ich oftmals grinsen, wenn ich eins meiner Kinder dabei „erwische“, wie sie zu jeder (Un)Zeit lesen. Selbst der Jüngste, der ja noch gar nicht lesen kann, hat andauernd ein Buch vor der Nase (oder hält es einer lesefähigen Person vor die Nase mit der energischen Aufforderung, ihm vorzulesen)

Die Evolution der Leselust

Meine persönliche Theorie ist ja, dass Kinder, die das Lesen schon mit der Muttermilch einsaugen, auch später daran festhalten. Was haben meine Kinder als Säuglinge gesehen, wenn sie volltrunken die Augen von Mamas Busen erhoben? Richtig – ein Buch! Denn natürlich habe ich nicht x mal am Tag stundenlang entrückt auf mein nuckelndes Baby gestarrt (steinigt mich, es war mir einfach zu langweilig …) sondern habe die Zeit genutzt, um zu lesen.

Auch später waren es nicht Fernseher und Videospiele sondern Bücher, die mein ständiger Begleiter waren – und damit auch der ständige Begleiter meiner Kinder. Die Kitafreunde meiner Kinder, bei denen immer der Fernseher lief und die mit Playstation und Nintendo aufwuchsen, haben sich auch in der Schule tatsächlich viel schwerer damit getan, sich von der Buchstabenwelt gefangen nehmen zu lassen. Bücher hatten einfach nicht diesen Stellenwert, den sie in meiner Familie hatten und haben, und das hat sich ausgewirkt.

Natürlich ist eine angemessene Förderung dieses Hobbys unerlässlich – Büchereiausweis, regelmäßiger Lesenachschub zu allen Festivitäten, Bücherkind bei Stefanie Leo etc.p.p. lassen die Freude am Lesen weiter wachsen. Und auch das gehört dazu: „Mama, das hier musst du u.n.b.e.d.i.n.g.t. lesen!!!“ Und dann sitze ich mit für mich völlig artfremder Fantasy und lese mich in die Bücherwelt meiner Kinder ein. Dafür sind sie dann auch willig, wenn ich ihnen etwas begeistert unter die Nase halte, was sie dringend gelesen haben müssen.

Daraus folgt …

So viel schöne Worte und kein Buch dahinter? Das kann nicht sein! Deswegen werfe ich zum Welttag des Buches auch einen Gewinn in den Ring. Die freche Hündin Maxi und ihr zweibeiniger Freund Moritz erleben so manches Abenteuer. Natürlich dürfen sie im Bücherregal deines lesefreudigen Kindes nicht fehlen, und deswegen verlose ich zwei Exemplare von „Maxi und Moritz … ein tolles Team“ inklusive süßem Lesezeichen.

Maxi und Moritz christliche Geschichten

Was Du dafür tun musst? Ganz einfach – verrate mir bis zum 25.4. in den Kommentaren, wo Dein liebster Leseort ist! (psst, ich lese, seit ich Mama bin, doch am meisten auf dem Klo … der einzige Ort, wo ich wenigstens halbwegs meine Ruhe habe! 😀 )

 

Teilnahmebedingungen:
Die Teilnahme an diesem Gewinnspiel ist freiwillig. Teilnahmeberechtigt ist jeder Haushalt in Deutschland nur einmal.
An der Auslosung nimmt jeder teil, der den Beitrag bis zum 25.4., 23.59 Uhr kommentiert hat. Das Los entscheidet.
Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass im Fall eines Gewinns ihr Name am 23.4. hier auf dem Blog veröffentlicht wird.
Teilt der Gewinner mir nicht innerhalb von 7 Tagen nach Benachrichtigung die Adresse mit, verfällt der Gewinn. Die Adresse wird ausschließlich zum Versand des Gewinns genutzt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Veranstalter ist die Kinderbuchautorin Juliane Jacobsen.

Buch Berlin die 2.

Buch Berlin Logo

Nun ist sie zu Ende, die 2. Berliner Buchmesse. Letztes Jahr war ich noch als kleine, gerade frisch veröffentlichte Autorin dort, mein Belegexemplar im Rucksack. Es hat mich den Sieg beim NaNo gekostet. Ich hatte ja keine Ahnung, was sich alles daraus entwickeln würde …

Zum einen gab es diesmal einen Stand „meines“ Verlags, den ich als Autorin mit aufgebaut und betreut habe. Wir waren im Goethe-Saal (Merke: nächstes Jahr für diesen Saal eigene Beleuchtung mitnehmen, es gibt keine Deckenbeleuchtung dort) und zusammen mit meinen Kollegen Friedhelm Marciniak und Sabine Niedermayr hatten wir viel Spaß – mit Publikum, und auch ohne 😀

Zum zweiten ist mittlerweile ein weiteres Buch von mir erschienen – mein Adventskalender „Maxi & Moritz … Weihnachten in Gefahr“, den ich um Weihnachten im Schuhkarton herum aufgebaut habe – und denen ich auch 10% meines Erlöses spende.

Zum dritten hat sich aus den beiden Dingen ergeben, dass ich aus  meinem Adventskalender auf der Buch Berlin auch lesen durfte – Samstag auf der Lesebühne 2. 🙂 Leider habe ich mal wieder kein Foto davon … muss mal meine Tochter fragen, vielleicht hat sie ja eins gemacht!

Zum vierten verbindet mich mit der Iniatorin der Buchmesser – Steffi Bieber-Geske vom Kinderbuchverlag Biber und Butzemann – mittlerweile eine richtig nette Freundschaft, was dann auch einen viel intensiveren persönlichen Bezug zu so einem Event schafft. Du hast das toll gemacht, Steffi!

Zum fünften wollte ich gern Kinderbuchautoren dabei helfen, ihre Lesungen vorzubereiten, gut durchzuführen und auch sinnvoll nachzubereiten. Etliche haben im Vorfeld an einer Umfrage dazu teilgenommen, so dass die wichtigen Themen zielgenau besprochen werden konnten. Trotz einiger „Zustände“ am Freitag (Raumwechsel, dadurch verspäteter Anfang und Zeitdruck zum Ende hin), war es ein gelungener Vortrag. Und ich scheine etlichen von Euch Mit-Kinderbuchautoren wirklich geholfen zu haben, worüber ich mich sehr freue! Jedes Feedback war super hilfreich 🙂 Und auch ich selber durfte dazulernen – der Kopf darf zur Lockerung nicht gekreist werden, sondern nur nach vorn und hinten und rechts und links bewegt und gedehnt werden. Wichtig! Dieser Punkt wird in meinem Manuskript sofort geändert, damit ich nicht anderen Autoren aus Versehen auch noch etwas beibringe, was sich mittlerweile als eher schädlich herausgestellt hat.

Zum sechsten freue ich mich sehr, dass im Frühjahr dann drei (!) weitere Bücher von mir herauskommen werden. Zwei bei Steffi und eins beim christlichen Großverlag SCMedien.

Und alles begann mit einem kleinen Verlag, der meine Geschichten von Maxi und Moritz gut fand und einer kleinen Buchmesse, der ich meine letzten dreitausend Wörter im NaNo „geopfert“ habe …

In diesem Sinne kann ich nur sagen – Dream BIG!

… und freue mich schon auf die nächste Buch Berlin, wo ich mit Sicherheit wieder viele superspannende Autoren und Verlage kennenlernen werde, mich inspirieren lassen kann von Leuten, die ihr ganzes Herzblut in ihren Traum stecken, neue Erfahrungen sammeln kann … und wer weiß, vielleicht bist Du dann ja auch dabei und bist der Verwirklichung Deines Traums ein Stück näher gekommen ❤

Deine

Juliane Jacobsen

 

Was ich von meinen Mit-Kinderbuchautoren so wissen möchte

Moin!

Heute habe ich das erste Mal nach meinem Studium wieder eine Umfrage erstellt. Ein klitzekleine Umfrage, zugegebenermaßen. Sie besteht nur aus fünf Fragen.

Kinderbuchlesungen mit Spaß durchführen – Umfrage

Wieso ich das tue? Na ja, nicht nur, dass ich so etwas tatsächlich gern mache (schließlich habe ich mal Publizistik- und Kommunikationswissenschaft studiert, und da ist das ein recht wesentliches Thema), ich brauche es auch … ja, ich schäme mich nicht, das zu sagen. Ich bin abhängig von den Ergebnissen dieser klitzekleinen Umfrage.

Die 2. Berliner Buchmesse, die am 1. Adventswochenende wieder ihre Pforten öffnet, gibt mir die Möglichkeit, einen Vortrag für Kinderbuchautoren zu halten, Thema sind Kinderbuchlesungen. Aber ich habe nur eine Stunde Zeit … und ich möchte den Anwesenden wirklich weiterhelfen! Deswegen brauche ich schon mal ein paar Schwerpunkte.

Du hast weder täglich mit Kindergruppen zu tun (und die Vorstellung gruselt Dich ein bisschen), noch dass Du jahrelanges Stimm- und Atemtraining gemacht hast? Du weißt auch nicht, wie Du einen Text am Besten auswählen und markieren kannst, um ihn in jeder Lebenslage flüssig und gut betont vorlesen zu können? Und was ist, wenn die lieben Kleinen alles mögliche andere machen, anstatt zuzuhören? Du wüsstest auch gern, wie Du sicherstellst, dass Deine liebevoll erstellten Ausmalblätter, Lesezeichen, Flyer und so weiter hinterher nicht einfach im Mülleimer landen?

Dann bitte ich Dich, mir davon zu erzählen!

Wie? Ganz einfach – nimm an der klitzekleinen Umfrage teil, die ich erstellt habe! Sie ist nur bis Ende der Woche geöffnet.

Kinderbuchlesungen mit Spaß durchführen – Umfrage

Ich bedanke mich jetzt schon – auch im Namen aller teilnehmenden Kinderbuchautoren auf der Buch Berlin – sehr ❤ -lich!

Und vielleicht entwickelt sich daraus ja eine Artikelserie, von der auch die Kinderbuchautoren profitieren können, die nicht bei der Buch Berlin dabei sein können … 🙂

Herzliche Grüße sagt

Eure Juliane Jacobsen

5 Dinge, die Du für den NaNoWriMo nicht brauchst

Moin!

Es ist November, hurra! Und im Augenblick ist es sogar ein wunderschöner November – die Sonne scheint, es ist trocken und die bunten Blätter laden zum spielen ein. Mamas und Paps machen das nämlich genauso begeistert, wie ihr Nachwuchs. Ehrlich wahr. 😀

(außer natürlich, man wohnt in Berlin … da heißt Herbstlaub auf dem Boden „Achtung, Hundehaufengefahr!“ :/ )

Jetzt ist die Zeit zum Drachen steigen lassen und Laterne gehen, Kakao kochen und die Spielesammlung durchforsten. Und es ist die Zeit, einen Roman zu schreiben. Oder – in meinem Falle – zwei Kinderreiseführer.

NaNo-Emblem

Als berufstätige Mutter mit vier Kindern fällt mir die Zeit dafür nicht mal eben vom Himmel, ich muss sie mir sehr nachdrücklich nehmen.

Aber allein die Tatsache, dass ich jetzt das vierte Jahr dabei bin und davon zwei Jahre die volle Wortzahl geschafft habe und im letzten Jahr auch nur um etwa 3000 Wörter drunter geblieben bin zeigt, dass es auch unter erschwerten Bedingungen möglich sein kann.

Jedes Jahr ab Mitte/Ende Oktober etwa werde ich kribbelig.

Die ersten NaNo-Posts tauchen bei Facebook auf, ich schlendere mal rüber zur Webseite und erneuere meine Zugangsdaten, um auch für diesen November gemeldet zu sein. Wenn ich gut bin, kann ich schon sagen, wie mein diesjähriges Projekt heißen wird und worum es dabei geht.

Und wie jedes Jahr lese ich von etlichen Leuten, die nicht mitmachen werden, weil sie glauben, die Voraussetzungen dafür nicht zu haben. Sie würden ja wirklich gern, aber das Leben und seine Umstände stehen ihnen einfach im Weg. Wie schade! Dabei ist es so, dass man auf etliches wirklich verzichten kann und trotzdem erfolgreich seine 50000 Wörter schreiben kann.

Hier liste ich Euch mal ein paar Dinge auf, die Ihr wirklich nicht braucht, um den NaNo erfolgreich zu bestreiten. Lasst Euch inspirieren! 🙂

  1. absolute Ruhe

Nee, wirklich! Das ist ein Mythos. Absolute Ruhe und Stille gibt es heutzutage eh kaum noch, selbst die Lüftung meines Rechners macht ekligen Lärm (und dabei ist es schon einer von der leisen Sorte … ), draußen die Straße, das Gebrüll der Vögel, die Kinder auf dem Spielplatz gegenüber, die Katze, die rein und raus will und das maunzend kundtut, und natürlich meine eigenen Kinder, die ab Mittags die Wohnung bevölkern und Fragen haben, mal schnell kuscheln müssen, Hilfe brauchen, mir liebevoll etwas zum Knabbern bringen etc.p.p. Für mich war es eine bewusste Entscheidung, mich einfach im Gewusel des Tages hinzusetzen und die Zeit, die da ist, zu nutzen. Da kann es sein, dass man alle drei Sätze rausgerissen wird. Aber wenn man entschlossen ist, den letzten Zipfel seines Satzes festzuhalten im Kopf, dann kommt man auch wieder rein. Das jedenfalls ist meine Erfahrung seit etlichen Jahren. Und nebenbei hat es mir manch interessanten Plottwist beschert, wenn ich das, was mich für den Augenblick abgelenkt hat, einfach in meine Geschichte mit eingebaut habe.

2. Schokolade, Kaffee und Co.

Du glaubst, dass Du nur mit ganz viel Koffein  und Zucker diese Zeit überstehen kannst? Und, dass Deine Waage am Ende des Monats explodiert, Deine Hände zittern und Du ein nervöses, unausstehliches, fettes Wrack bist? Das kann natürlich passieren, wenn Du einfach Deinen Gelüsten nachgibst. Und ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe auch immer meine Zeiten, wo ich mit Kaffee und allem möglichen Süßkram vor dem Computer sitze (Danke Töchterchen, für den Anteil an Halloween-Süßigkeiten 😀 ).

Aber, und das ist entscheidend, Du brauchst diese Dinge nicht. Wirklich nicht! Mit ausreichend viel Wasser bist Du genauso fit, wie mit Kaffee (okay, es dauert so zwei Tage, bis das Zeug aus dem Körper raus ist, und in der Zeit hat man Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Nervosität, allgemeines Unwohlsein). Ich habe es jetzt mehrfach durch, und es klappt wirklich zuverlässig. Kaffee ist unnötig.

Auch zuckerhaltiger Kram wie Schokolade, Gummibärchen und ähnliches sind zwar verlockend, helfen Euch aber wirklich gar nicht weiter. Besser ist, sich mit alternativen Leckerli zu versorgen. Ich habe beim Schreiben gern etwas Kleines zum knabbern neben mir. Das hilft mir gefühlt, mich zu konzentrieren. Tut es wahrscheinlich gar nicht, aber ich hab mich so daran gewöhnt 😀 Wenn Du viel Zeit zum Vorbereiten hast, dann probier doch mal selbstgemachte Gemüsechips aus. Total lecker! Ich schnibbel mir manchmal auch einen Teller mit Gemüse mundgerecht zurecht: Möhren, Kohlrabi, kleine Tomaten, Gurke, u.s.w.u.s.f.  Oder das gleiche mit Obst. Besonders fette und salzhaltige Snacks wie Chips und Nüsse sind übrigens nicht besser als der Süßkram. Traurig, ich weiß.

3. einen bis ins letzte ausgefeilten Plan

Okay, ich kenne Leute, die wollen nicht ohne. Sie wollen es auch nicht probieren. Aber wenn Du zu denjenigen gehörst, die früher bei Schulaufsätzen immer erst den Aufsatz geschrieben haben, und anschließend noch schnell die entstandene Gliederung aufgeschrieben haben, dann kannst Du es Dir erlauben. Berühmte Bücher, wie zum Beispiel Diana Gabaldons Highland-Saga sind so entstanden. Die Geschichte darf eine Richtung haben, sie darf ein paar Figuren haben. Und dann darf sie sich beim Schreiben entwickeln. Das tut sie übrigens besonders interessant, wenn Du Deine Umgebung einbeziehst. Du weißt nicht weiter? Bitte Deine Kinder/Partner/Freunde darum, Dir ein paar Stichworte zu nennen – eine Farbe, einen Gegenstand, ein Tier, ein was-auch-immer. Und dann baue damit Deinen nächsten Abschnitt. Das wird etwas schräg? Aber Hallo! Andererseits … macht „etwas schräg“ nicht oftmals den Charme einzelner Werke aus? Ich habe auf diese Art jedenfalls schon Lösungen für die unmöglichsten Probleme gefunden 😀

4. einen hellwachen inneren Kritiker

Ganz ehrlich, da brauch ich nicht viel zu zu sagen … sperr den Kollegen ein, gern in einer gemütlichen Zelle (er soll ja keine Rachegelüste entwickeln, das würde Dir und Deinem Werk dann beim Überarbeiten nicht so gut bekommen, gell?) mit Getränkeautomat, einem Fernseher und seinem Lieblingsessen. Und dann schreibst Du. Meckern darf er später, jetzt bekommt er immer nur das NaNo-Mantra zu hören: Es ist nur die Rohfassung, es ist nur die Rohfassung … !

5. den Elfenbeinturm, in dem allein sich der Künstler entfalten kann, fernab der Welt … oder so

Das Ding ist, Du musst gar nicht aufhören, zu leben. Klar, Telefonate werden kürzer, Freunde werden misstrauisch, stellen seltsame Fragen über Deinen Umgang mit Drogen und Medikamente. Sie sind in Sorge, wenn von Dir immer wieder völlig seltsame Antworten kommen auf banale Fragen. Auch die Familie gibt es schon bald auf, Dich zu sinnvollen Handlungen aufrufen zu wollen. Spiegelei mit Pommes? Absolut ausreichende Mahlzeit für die nächsten drei Wochen. Schuhe im Kühlschrank? Ja meine Güte, das kann doch mal passieren. Schon wieder kein Klopapier gekauft? Nur kleine Geister halten sich mit solchen irrelevanten Details auf. Jetzt gibt es einfach Wichtigeres in Deinem Leben. Steh dazu! Sei ein stolzer NaNoist und hau in die Tasten!

Auf einen erfolgreichen NaNoWirMo 2015!

Eure JulianeJ

Und natürlich interessiert mich, was Ihr so macht im November. Noch jemand beim NaNo dabei?